Warum Legalisieren?

Deshalb treten wir für eine Cannabislegalisierung ein – Ein kurzer Überblick

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Die Verfolgung mehrerer hunderttausend Cannabiskonsumenten in Österreich ist völlig unverhältnissmäßig und hat keinerlei positive Signalwirkung. Es führt viel mehr zu einer unnötigen Belastung der Polizei und Zollwache, einem Glaubwürdigkeitsverlust des Staates u.a. bei Warnungen vor harten Drogen und bringt (durch Vermischung der Märkte harter und weicher Drogen, mangelnde Qualitätskontrolle, keine Altersüberprüfung bei der Abgabe auf dem Schwarzmarkt, unnötige Kriminalisierung der Konsumenten und damit verbundener Arbeitsplatzverlust etc.) alle österreichischen Cannabiskonsumenten unnötig in Gefahr. Ohne eine Cannabislegalisierung ist effizienter Jugendschutz, sowie ehrliche Aufklärung und Prävention unmöglich!

 

 

  1. Es ist doch einsehbar, dass jugendliche und erwachsene Cannabiskonsumenten viel weniger gefährdet sind, wenn sie ihr Genussmittel in staatlich kontrollierten Coffeeshops kaufen können, als wenn sie dazu in den illegalen, unkontrollierbaren Schwarzmarkt gedrängt werden.
  2. Die Tatsache, dass in den Niederlanden, wo Cannabis de-fakto frei erhältlich ist, die Zahl der Konsumenten im oder (in Teilbereichen) sogar unter dem europäischen Durchschnitt liegt, ohne dass hundertausende harmlose Bürger staatlich verfolgt werden zeigt, dass erfolgreiche Drogenpolitik auch ohne Cannabisprohibition möglich ist!
  3. Es ist schlichtweg lächerlich eine jahrtausende alte, auch als Droge verwendet relativ harmlose Kulturpflanze erwachsenen, verantwortungsbewussten Bürgern zu „verbieten“. Vor allem angesichts der Tatsache, dass dieses Verbot offensichtlich nicht durchsetzbar ist.
  4. Konsumenten von Cannabis haben in der Regel kein Schuldbewußtsein und empfinden sich nicht als strafwürdige, Dritte schädigende Täter. Die Strafbedrohung und -verfolgung wird daher oft als ungerechte Reglementierung abgelehnt und ignoriert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß die Attraktivität des Verbotenen zusätzlich eine verführerische Aufforderung zum Weitermachen mit sich bringt.
  5. Cannabis macht nicht physisch und nur ca. 2% der Konsumenten die nur Cananbis und keine anderen, harten Drogen konsumieren psychisch abhängig. Den Problemfällen (die es sicherlich auch gibt) könnte ohne dem Prohibitionsdruck und mit den Mitteln einer Cannabisbesteuerung wesentlich effizienter geholfen werden.
  6. Es gibt keinen Beweis für den Abbau zerebraler Funktionen und Intelligenzleistungen selbst durch chronischen Cannabisgebrauch. Bei Gelegenheitskonsumenten erst recht nicht. Der Hauptwirkstoff von Cannabis (THC) dockt an körpereigene Anandamidrezeptoren an und entfaltet so seine Wirkung. Es ist also kein Rausch durch Betäubung oder Abtötung von „Gehirnzellen“.
  7. Während bei Alkohol schon ca. die 8-fache Rauschdosis tödlich wirkt, müsste bei Cannabis für eine letale Dosis mehr als die tausendfache (!) Menge konsumiert werden, die zum Zustandekommen eines Rausches benötigt wird. In der Praxis ist dies unmöglich. Noch nie ist weltweit eine Person an einer Cannabisüberdosierung verstorben.
  8. Cannabis ist in vielen Bereichen eine hervorragende Medizin die bei einer Legalisierung von jedem praktisch ohne Aufwand und Kosten gezüchtet werden könnte. Der Preis syntetischer THC Präparate hingegen liegt bei z.B. 780 Euro für 60 Kapseln Marinol.
  9. Alkohol und Nikotin sind sowohl für den Einzelnen als auch gesamtgesellschaftlich evident gefährlicher als Cannabisprodukte.
  10. Cannabis ist längst wieder kulturell integriert. Es hat sich mittlerweile eine sehr große Cannabis(sub)kultur gebildet.
  11. Eine Cannabislegalisierung würde hunderte neue Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig den vorarlberger und österreichischen Bauern eine Basis für ihr wirtschaftliches Überleben liefern, da Cannabis ohne großen Aufwand anbaubar ist und schon im Grammbereich Preise von mehreren Euro erzielt.
  12. Wird lediglich der Konsum bzw. Besitz „entkriminalisiert“, Anbau und Handel bleiben jedoch strafbar und damit im kriminellen Milieu ist eine Trennung der Märkte harter und weicher Drogen nicht möglich und anstatt des Staates, legalen Verkäufern und der österreichischen Bauern verdient weiterhin die organisierte Kriminalität am Cannabishandel.
  13. Die Kriminalisierung Anfang des 20. Jahrhunderst erfolgte nicht aus gesundheitlichen, sondern vor allem wirtschaftlichen Interessen. Die Cannabisfaser sollte als Konkurrent der neu entdeckten Kunstfaser ausgeschaltet werden. Noch immer ist deshalb der Anbau auch THC-losen Hanfs in weiten Teilen der USA verboten.

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